Bergpoesie einer Bergpoetin

Oder ist Waldpoesie einer Waldpoetin zutreffender?

Waldnaabtal Teil 1 – Johannisthal

Tour solo, T2, 14,2 km, 200 hm, 5 1/4 h, Ausgangspunkt Johannisthal (NEW)

 

Zweiter Donnerstag im Monat. Stammtisch für alternative Heilweisen in Fuchsmühl, dieses Mal auch noch mit einem für mich interessanten und auch nützlichen Thema. Dazu recht ordentliches Wetter. Ich hatte zwar das Angebot oder gar die Einladung, am Nachmittag mit meinen Herrschaften zu Bekannten zu fahren, aber das kann ich auch bei APW tun. Viel sinnvoller war es, wieder auf dem Weg nach Fuchsmühl eine mittlere Runde zu gehen, auch wenn dabei kaum Höhenmeter zusammenkommen. Da ich immerhin an der Waldnaab geboren wurde (naja, nicht direkt am Flussufer, aber doch in Sichtweite), sollte es durch den landschaftlich schönsten Abschnitt dieses Flüsschens gehen.

Ich stellte das Auto auf dem Wanderparkplatz oberhalb des Stiftes Johannisthal bei Windischeschenbach ab und machte mich auf den gut ausgeschilderten Weg ins Waldnaabtal. Dort stellte ich erst einmal fest, dass für die angedachte Strecke bis Falkenberg und durch den Wald oberhalb zurück die Zeit wohl nicht reichen würde. Aber das macht nichts, dafür blieb mehr Zeit für eine Einkehr in der Blockhütte, den Rest kann ich ja vor dem nächsten Stammtisch gehen. Zum Weg ist wenig zu sagen, man folgt einfach der Beschilderung und geht auf der orografisch linken Seite flussaufwärts. Nach knapp einem Kilometer unterquert man die A 93 und hat ab dann ziemlich Ruhe, von anderen Wanderern und Radfahrern abgesehen. Heute waren auch von diesen Sorten nicht allzu viele unterwegs, den Wolken sei Dank. Diese Wolken hinderten kurz nach Beginn eine Blindschleiche nicht daran, sich auf dem Weg zu räkeln, leider war sie links im Gras verschwunden, bis ich die Kamera betriebsbereit hatte. Hin und wieder gibt es Hinweisschilder auf Ruinen oder besondere Felsen, bis dann nach knapp zwei Stunden ein Mühlrad im Fluss die Blockhütte ankündigt. Bis man allerdings dort ankommt, darf man sie einmal im Abstand von 100 Metern vollständig umrunden, denn die zugehörige Brücke ist nördlich von ihr. Nach einem grünen Tee und einem sehr guten Stück Himbeerkuchen ging es auf dem Uferpfad auf der anderen Waldnaabseite zurück. Dieser ist etwas anspruchsvoller, führt an zwei Stellen über Holztreppen, aber nie schlimmer als T2. Man sollte lediglich aufpassen, nicht über eine der vielen Wurzeln zu fliegen, es könnte nass enden. Diesen Uferpfad muss man bei der zweiten Brücke verlassen, wenn man nicht zum Uferpfadparkplatz und von dort aus über die Kreisstraße nach Johannisthal zurücklaufen will. Die nächsten drei Kilometer sind dann identisch mit dem Hinweg, bis man in einer Kurve, wo der Forstweg das Ufer verlässt und 20 Meter oberhalb durch den Wald verläuft, einer Pfadspur geradeaus folgen kann, die am Ufer bleibt. Diese führt zu einer weiteren Brücke kurz vor der Autobahn, die ich überquerte und auf einem Wirtschaftsweg zum Abzweig nach Johannisthal und nach weiteren 200 Metern zurück zum Auto gelangte.

Im Gegensatz zum Juni habe ich mich auf dem weiteren Weg nach Fuchsmühl nicht mehr verfahren und war mehr als pünktlich beim Stammtisch.

Marienkapelle bei Johannisthal Korn mit Blumen und Besuch An der Waldnaab angekommen Niedrigwachsender Holunder Einige Seitentäler sind ziemlich grün Manche Äste wachsen und blühen nicht zur Sonne, sondern zum Wasser Zu einigen Felsen führen auch Pfade hinauf, im Nachhinein betrachtet hätte ich schon den einen oder anderen erklettern können Stauwehr mit Fischkorridor (ganz im Vordergrund) Kein Blickfang, aber ohne Autobahn wäre die Anreise zu den schönen Touren um einiges beschwerlicher Spiegelung in einem ruhigeren Flussabschnitt Waldfriedenhütte Riesentreppe Fehlt nur noch das Hexenhäuschen Unterwasservielfalt Gefunden und noch nicht abgeholt Altwasser mit Seerosen Und wieder ein Dreitausender im Mikroformat Das passt zusammen... Versteinerter Biber Nahrungssuche Samenstände Unterschiedliche Reifegrade Ritterhelm Oben blüht es noch, unten ist man schon weiter Aufgesessen Backwater Makro Krake Höhlensystem Überdacht Tischstein Wachposten Flechterlteppich Gedenkstein für die auf diesem Felsen befindliche Ruine Alt-Neuhaus Warum wächst (oder genauer wuchs) dieser Ast nach unten?!? Mit Werwölfen muss man hier wohl nicht rechnen Nicht alle Brunnen auf dem Weg laufen so voll wie dieser Durchkriechwurzel Letzte Brücke vor der Blockhütte Über dieses Mühlrad wird der Blockhüttenteich mit Wasser gespeist Genau dieser Noch eine Ruine, die bereits 1274 verfallen war Überströmt Geometrie Freigeschnitten Wasserrutsche für die Waldgeister Tausendfüßler quert Vergittert Untertunnelte Wurzel Zu alt zum Mitnehmen Lichtbrücke Meditative Stimmung Fast hundefreundliche Brücke Baumsoldaten (in Reih und Glied) Natürlich gibt es im Johannisthal auch Johanniskraut. Wäre ja schlimm, wenn nicht Autos und Radln werden nass...hehehe Zurück in der Zivilisation - der Bohrturm des tiefsten Bohrloches der Welt