Bergpoesie einer Bergpoetin

Oder ist Waldpoesie einer Waldpoetin zutreffender?

Wenn’s an Allerheiligen schön ist…

Tour solo, T1, 15,25 km, 395 hm, 6 h, Ausgangspunkt Hauzenstein (R)

…geht Lorna wandern. Was sollte ich auch sonst tun? Den Kneißl in Wenzenbach wollte ich sowieso mal ausprobieren, da passte es ganz gut, dass der letzte Tage der Wildwochen war. In Hauzenstein ging ich los, weil ich weniger fahren als gehen und außerdem noch ein bisserl mehr vom Gambachtal sehen wollte. Hauzenstein ist doch 35 Kilometer von Schwandorf entfernt! Stimmt, aber ich habe seit ein paar Wochen ein Zimmer am Eckert-Campus.

Die Strecke war überraschend wenig verschlammt, was natürlich für die Einkehr von Vorteil war. Dass der Braunsweiher in Mapy noch als Weiher eingezeichnet ist, wundert mich, weil er so aussieht, als ob er schon seit einigen Jahren verlandet ist. Macht aber fast nix. Auf die beiden Wüstungen auf dem Geißberg habe ich verzichtet, ich wollte erstens nicht zu spät einkehren und zweitens nachmittags noch halbwegs vernünftige Lichtverhältnisse haben. Hat beides geklappt. Auf dem Rückweg dachte ich mir bei der Hofwüstung Fürholz, dass da mal was gewesen sein könnte, der nachträgliche Blick in den Bayernatlas bestätigte mich. Überhaupt war die Runde gespickt mit Lost Places. Gambach war mir ja schon bekannt, ebenso, dass die Hälfte von Hauzenstein in die Rubrik fällt. Aber dass Steinrinnen ebenfalls mehr als ein verfallenes Gebäude hat, war neu und willkommen. Natürlich durfte der obligatorische Hohlweg nicht fehlen, es gab ihn an zwei Stellen. Schloss Schönberg in Wenzenbach ist bewohnt und in einem entsprechend guten Zustand, wobei man da nicht immer das eine mit dem anderen gleichsetzen darf. Ich sag nur Münchshofen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist die Kirche in Wenzenbach, siehe Foto. Bei der Einkehr war ich erst einmal überrascht, dass relativ viele Tische frei waren. Dabei war das Hirschkalbschnitzel in Hanfpanade mehr als exzellent. Ebenfalls siehe Foto. Und auch die Preise erschienen mir für das unmittelbare Regensburger Umland nicht exorbitant. Deswegen habe ich gleich einmal für eine Tageswanderung mit dem OWV angefragt und ziemlich genau die Antwort bekommen, die ich hören wollte.

Den Rest überlasse ich der Galerie, auch wenn das langweilig klingt.