Im Deutschen Eck ist nicht nur die Brotzeitplatte gut
Tour solo, T2, 23,61 km, 492 hm, 7 3/4 h, Ausgangspunkt Perlsee (CHA)
Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich mit ein paar OWVlern in Lučina und im Deutschen Eck war. Da nach wie vor ausgegraben wird und auch die Brotzeitplatte damals eine der besten in der Oberpfalz war, wurde es Zeit, mal wieder vorbeizuschauen. Wegen der BeneFit Challenge sollte die Runde etwas länger werden, also startete ich am Perlsee. Das hatte den unverhofften Vorteil, dass ich gleich am Anfang noch einmal auf die Toilette gehen konnte und die erste Hälfte der Runde um einiges entspannter ablief als manchmal.
Die Verlängerung hat sich ganz nebenbei auch so gelohnt. Das Eck vorbei am Kramhof nach Untergrafenried ist zwar asphaltiert, bietet daafür aber wunderbare Fotomotive unter anderem vom Čerchov. Der Rückweg gibt zwar auf etwa zwei Kilometern kaum Fotomotive, ist aber purer Genusswaldboden. Und Fotomotive gibt es vorher genug, insbesondere auf den ersten zwei Kilometern zwischen Eglsee und Holzwies. Weniger sinnvoll war die Variante über den Březový kopec. 500 Meter übelster Sumpf, kaum Fotomotive. Da wäre es wohl besser gewesen, die 100 Meter bis zur Grenze weiterzugehen und dann den Grenzsteig nach Norden zu versuchen. Die östliche Route ab Úpor bin ich ja damals schon gegangen.
Zu Lučina wäre noch zu bemerken, dass mittlerweile neben den weiteren Ausgrabungen kleine Stichwanderwege angelegt wurden, die die Orientierung bei einem reinen Dorfbesuch wesentlich erleichtern. Noch besser ist, dass die Stadt Waldmünchen direkt am Fußgängergrenzübergang einen kleinen Parkplatz gebaut hat, der auch weniger fitten Interessenten den Besuch des untergegangenen Ortes ermöglicht. Wäre auch einmal ein vierter Programmpunkt bei der Kombination Havlovice – Taus – Lísková, wenn die Zeit nicht für eine richtige Tour reicht.
Bei meiner Ankunft im Deutschen Eck war es überraschend leer. Es war halt Samstag. Mir war es recht, weil ich so ein Platzerl bekam und es mir nicht einmal mit anderen Leuten teilen musste. Die Qualität meines Holzfällersteaks war der Grund für den Berichtstitel, und am Nebentisch saßen zwei Herren mit einer Nonne, die ich gleich mal 20 Jahre jünger schätzte. Besser als 20 Jahre älter.
Havlovice und Lísková hatte ich dieses Mal vor die Tour gestellt, um im Deutschen Eck bessere Übersicht über die notwendige Weitergehzeit zu haben. Schlißlich war am Abend mal wieder großes Klassikkonzert in Regensburg und ich durfte meine Mutter dort hinfahren und den Abend bei meiner Studienkollegin Lijda im Murphy’s Law genießen. Davon gibt es aber keine Fotos, womit ich eine elegante Überleitung zur Galerie geschafft hätte.
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