Bergpoesie einer Bergpoetin

Oder ist Waldpoesie einer Waldpoetin zutreffender?

Warum weit fahren, wenn es den Hirschwald gibt?

Tour solo, T1, 19,07 km, 339 hm, 6 1/2 h, Ausgangspunkt Hirschwald (AS)

Eigentlich könnte ich es bei der Überschrift belassen. Aber dann entspräche dieser Tourenbericht nicht meinen Standards. Vielleicht würde er dann volle Punktzahl in Barrierefreiheit bekommen, aber das interessiert mich nicht.

Jedenfalls erfüllt der Hirschwald alle Kriterien für eine geniale Tour. Vielleicht wäre geil das bessere Adjektiv, aber ich wurde als Jugendliche mal von meiner Mutter für die Verwendung des Wortes geschlagen und bin seitdem traumatisiert. Aber zurück zum Hirschwald. Die Strecken sind abwechslungsreich. Es gibt mehr als ein richtig gutes Wirtshaus wie zum Beispiel die Waldschänke in Heinzhof bei Bernhard und Betti Geitner. Obwohl im Jura gelegen, sind die Steigungen mäßig. Ich stolpere regelmäßig über Hohlwege und andere für mich interessante Objekte. Deswegen bin ich ja offiziell immer noch Gästeführerin im Naturpark. Und die Blicke nach draußen sind sehr reizvoll, obwohl das schon fast untertrieben ist. – Ende der Werbeeinblendung –

Manchmal sind die Wege, die der Bayernatlas ausspuckt, auch etwas abenteuerlich oder nicht mehr vorhanden. Dann finde ich eben eine Alternative. So wie beispielsweise zwischen Salleröder Tal und Eigentshofen. Aus diesem Grund rate ich ausnahmsweise vom Nachgehen ab. Oder empfehle, wenigstens auf diesem Abschnitt eine weitere Alternative zu finden. Denn mein Weg war immer noch sehr gestrüppig und orientierungstechnisch fordernd. Da war die Umgehung des im Bäulestal den Weg verlegenden Baumes noch ein lockere Aufwärmübung, die dummerweise erst nach der problematischen Passage lag.

Für mich weniger schön war der befestigte Anteil, der speziell nach der Einkehr bei gefühlten 99 Prozent lag. Aber das wusste ich ja vorher. Denn eigentlich bin ich die Runde nur gegangen, um auch heuer bei den Geitners einkehren zu können. Und weil das Dorf Hirschwald näher an unserem Haus liegt als Nabburg oder Neunburg. Vom Lusen oder gar den Alpen brauchen wir gar nicht reden. Die beiden sieht man übrigens vom Hirschwald aus nicht und kann sie demnach auch nicht fotografieren, womit ich bei der Galerie angekommen wäre.