Nur ein langweiliger Holzberg? Von wegen!
Tour solo, T3, 14,91 km, 454 hm, 4 3/4 h, Ausgangspunkt Wölsendorf (SAD)
Ostermontag. Frühes Mittagessen daheim, dann freier Nachmittag. AKW. Tour in der Nähe. Das waren die Voraussetzungen. Auf dem Darlesberg war ich schon vor 15 Jahren einmal, damals mit Coco und gerade mal fünf Kilometern und sieben Fotos. Den Tourenbericht könnte es sogar noch hier geben. Vielleicht aber auch nicht. Waren ja nur sieben Fotos.
Aber heute ist eine andere Tour, viel länger und auch viel mehr Fotos. Wobei man beide Male viele iiiii hineinfügen könnte. Jedenfalls erscheint das Wölsenberg / Darlesberg – Massiv von der A93 aus als solider Holzberg, der fast langweilig erscheint. Wenn man sich oben herumtreibt, wird dieser Eindruck aber sehr schnell widerlegt. Außerdem habe ich die Runde ja auch bis Diendorf ausgedehnt, sonst wäre sie wieder viel zu kurz gewesen. Ganz nebenbei hätte ich bei einer reinen Waldtour höchstens 60 Fotos gemacht und keine 260. Genug philosophiert, zu ein paar Fakten. Oben auf dem Wölsenberg gibt es einen gleichnamigen Weiler mit einem hübschen Osterbrunnen und größere landwirtschaftliche Flächen. Der östlich gelegene Darlesberg ist zwar im Gipfelbereich bewaldet, aber mit einer kleinen Lichtung versehen, die mit Kreuz, Banker und zwei Schildern versehen ist. Eins vom OWV und eins von jemand anderem. Seltsam ist nur, dass zwei verschiedene Höhenangaben draufstehen. Etwas unterhalb gibt es einen Steinhaufen mit Figur. Ist aber alles in der Galerie, zu der ich aber erst später überleite. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu erzählen. Der Abstieg nach Diendorf und die Querung über Bärnhof nach Girnitz waren fast der lohnendste Teil der Runde, den Abschnitt könnte ich in Zukunft wieder in eine Runde einbauen. Wobei klar war, dass im Naabtal jede Menge toller Perspektiven nicht nur auf Nabburg auf mich warten würden. Nur der Aufstieg von Girnitz zum Darlesberg hat es ein bisserl in sich. Er ist zwar nicht technisch schwierig, aber oft schlammig (in der Oberpfalz sagt man gatschig) und ein bisserl steil. Deswegen auch T3. Gegen Ende der Runde wartet noch der Heinrich-Kocher-Stollen, ein ehemaliges Besucherbergwerk, das seit ein paar Jahren aus Sicherheitsgründen verschlossen ist. Aber auch hier gibt es schöne Ausblicke ins südlichere Naabtal. Was ich jetzt fast vergessen hätte, ist die Aussicht vom Wölsenberg, die Verhältnisse erlaubten Sicht nach Amberg. Und ganz am Anfang machte ich den Abstecher bis zur Absperrung der ehemaligen Bahnbrücke über Naab und Autobahn, der mir ein paar schöne Bilder brachte.
Normalerweise würde ich jetzt noch lästern, dass das große Handicap der Runde die fehlende Einkehr ist. Das war mir aber dieses Mal wurscht, weil ich nebenbei den Schieder in Altfalter getestet habe. Sind ja nur vier Kilometer von Wölsendorf. Der Test wurde bestanden und wir werden im August mit dem OWV dort einkehren. Das ist zwar noch nicht offiziell in den Vereinsmedien veröffentlicht, aber ich schreibe es hier trotzdem. Und das ist die heutige Überleitung zur Galerie, beim nächsten Bericht gibt es vielleicht wieder eine logischere.
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