Bergpoesie einer Bergpoetin

Schuhe einlaufen – mittlere Runde um die westlichen Vororte von Schwandorf

Tour solo, T1, 14 km, 180 hm, 3 1/2 h, Ausgangspunkt Schwandorf (SAD)

 

Ich habe zu Weihnachten neue Bergschuhe bekommen. Etwas fester als die alten und außerdem steigeisentauglich. Da es nicht gut ist, mit ihnen jungfräulich gleich auf eine T4 zu gehen, habe ich sie in den letzten Tagen ab und zu zum Spaziergang mit Coco angezogen und gestern mal einen Test unternommen, wie ich auf einer längeren Strecke mit ihnen zurechtkomme. Fazit: Sie sind ziemlich gut, aber nicht die Richtigen für längere Asphaltpassagen.

Wenn meine Eltern mit Coco und mir spazierengehen, geht es oft auf den Spielberg, den höchsten Hügel im Schwandorfer Stadtgebiet. Dort hat man eine schöne Aussicht nach Norden und Osten und kann außerdem eine kleine Runde laufen. Die Anfahrt beträgt etwa fünf Kilometer, also spricht wenig dagegen, da mal eine etwas größere Runde mit Start und Ziel an der Haustür daraus zu machen. Leider war es für Coco zu kalt, deswegen zog ich alleine los. Der Weg führte mich durch die Straßen von Ettmannsdorf an die Naab hinunter, vorbei an unserem Bäcker und Metzger. Anschließend folgte ich der Hauptstraße bis zu den Naabbrücken und über den Fluss. Am anderen Ufer bog ich links ab und folgte der Beschilderung des Naabtal-Radwegs nach Naabsiegenhofen. Hier ging ich ins Dorf hinein und bei der ersten der beiden Zufahrten von der Kreisstraße wieder hinaus auf den Flurbereinigungsweg Richtung Wald und Neukirchen. Ich hätte besser den zweiten genommen, weil ich schnell feststellte, dass dieser etwas bequemer (wenn auch dauerasphaltiert) zur Verbindungsstraße von Gögglbach nach Neukirchen führt, die ich auf jeden Fall überqueren musste. Glücklicherweise sind die Felder schneebedeckt und gut begehbar, so dass es relativ unproblematisch war, den Fehler zu korrigieren. Der „richtige“ Weg verzweigt sich dann nach einer kleinen Steigung, man kann entweder mit Höhenverlust zur Straße hinuntergehen oder aber zu einer Baumlinie aufsteigen und parallel zu dieser zur Straße queren. Das war auch die von mir gewählte Variante, die den weiteren Vorteil hatte, dass die Baumzeile jenseits der Straße weitergeht und ich ihr noch 200 Meter folgen konnte. Anschließend ist der Weiterweg nach Hartenricht gut einsehbar und war auch von Gassigehern und Pferden gespurt. Nach etwa einem Kilometer landete ich bei einem Gasverteilerhäuschen an der Verbindungsstraße Gögglbach-Hartenricht, die ich umgehend wieder Richtung Bügerlhof verließ. Allerdings bog ich auch von diesem Weg sofort wieder nach rechts ab und folgte einer Traktorspur, die sich etwas windet und nach ein paar hundert Metern bei zwei Fischteichen in einen weiteren Flurbereinigungsweg mündet. Hier bog ich links ab und folgte dem Weg bis zum Waldrand, wo links der Wanderweg 3 abzweigt und am Waldrand entlang bis zu unserem Rundweg führt. An der Abzweigung kann man entweder noch geradeaus Richtung Gögglbach gehen und später rechts abbiegen, oder aber gleich rechts in Richtung der Siedlung Spielberg und später links über den höchsten Punkt der Runde gehen. Während die erste Variante den Vorteil hat, an einem Bauernhof mit Pferden, Ziegen und Schafen vorbeizukommen, bietet die zweite etwa 15 Höhenmeter mehr. Ich hatte erst am Tag zuvor ein paar Fotos von den Tieren gemacht, also ging ich andersrum. Vom höchsten Punkt aus folgte ich dem Weg bis zur bekannten Kreisstraße, auf die ich an der Abzweigung nach Naabeck traf. Hier kann man auch durch Naabeck zur Naab absteigen, sie am Ortsende überqueren und unmittelbar nach der Brücke links abbiegen und zum Stauwehr und auf den Weiterweg kommen, es gibt aber eine etwas kürzere und angenehmere Variante: Man kann auf dem Ranger neben der Kreisstraße Richtung Gögglbach zurückgehen und sie nach etwa 300 Metern an der Stelle überqueren, an der auf der anderen Seite ein kleiner Forstweg in den Wald geht. Dieser führt hinunter zum Stauwehr, über das man auf eigene Gefahr die Naab überqueren kann. Ab hier folgte ich dem Radweg nach Dachelhofen, ließ den Rad- und Fußweg durch das ehemalige Bayernwerksgelände rechts liegen und ging auf dem mir sehr bekannten Fußweg entlang der Dachelhofer Straße nach Hause.

Am Anfang folgte ich der normalen Gassirunde Winterpause Betreten nicht mehr ratsam Natürlich gibt es in Schwandorf Schwäne! Farbspiele in Holz und Wasser Die Naab bei Ettmannsdorf Der Haselbach Egidiberg, laut Karte auch Dachelberg genannt Der Schwandorfer Weinberg, an dem im 16. Jahrhundert tatsächlich Wein angebaut wurde Die Verursacher von 90% aller Asthmaerkrankungen in Schwandorf Da geht es in den Wald hinein Gestern war das Wolkenloch deutlicher Bügerlhof Fest und flüssig Unbeeindruckt Hartenricht und dahinter Neukirchen Siedlung Spielberg Gögglbach, im Vordergrund der Hof mit den Schafen Naabeck, hinten Büchelkühn Gefrorenes Schmelzwasser Eisherzen... ...und andere Kustwerke, z.B. ein sitzender Fuchs 50% Durchlass und definitiv KEIN Hochwasser Schandfleck oder Industriedenkmal?

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