Bergpoesie einer Bergpoetin

Oder ist Waldpoesie einer Waldpoetin zutreffender?

Eine Mühle nach der anderen

Tour solo, T1, 14,26 km, 269 hm, 4 1/2 h, Ausgangspunkt Friesenmühle (R)

Gut, der Titel trifft eigentlich nur auf die erste Hälfte der Strecke zu. Denn die verlief im Tal der schwarzen Laber bei Beratzhausen. Der weitere Verlauf oben auf dem Tangrintel hat keine Wasserläufe und damit auch keine Mühlen mehr. Aber das macht nix, weil es unten im Tal wirklich extrem ist. Und das ist sicher nicht negativ.

Das liegt vor allem daran, dass eine der Mühlen einer der besten Gasthöfe / Biergärten im westlichen Landkreis Regensburg ist. Deswegen habe ich sie auch als Ausgangspunkt und Einkehr gewählt. Schließlich war wieder einmal Montag mit gutem Wetter, freiem Nachmittag und BeneFit Challenge. Die andere Wirtschaft in der Vierbruckmühle gibt es leider schon seit einigen Jahren nicht mehr, war aber verkraftbar. Eine Einkehr reicht ja bei 14 Kilometern, vor allem wenn ich ein brauchbares Mittagessen hatte. Die Mühlen dazwischen scheinen alle zumindest noch bewohnt zu sein, für genauere Recherche der aktuellen Nutzung fehlt mir mal wieder die Zeit. Ich will ja außerdem keinen pseudowissenschaftlichen Artikel für die Oberpfälzer Heimat schreiben, sondern einen locker-flockigen Tourenbericht. In Laufenthal gibt es nebenbei auch noch ein Dorfwirtshaus, für den Abstecher zur Tür wegen der Öffnungszeiten war ich zu faul, weil ich davon ausgehe, dass sie für mich so schnell nicht relevant sein werden.

Mehr Schein als erkennbar ist die sogenannte Keltenschanze oberhalb von Laufenthal und Haag. Ja, man erkennt noch gut eine viereckige Wallanlage. Aber von einem Zangentor ist nichts (mehr) zu sehen und auch alles andere ist außer Wald nur Bäume. Aber es wird sicher einen archäologischen Hintergrund für die Einordnung als frühgeschichtliche Wallanlage geben. Da sind die Überreste von Schloss Laufenthal und der Hofmark in Kollersried wesentlich aussagekräftiger. Über die Mühlen unten habe ich ja schon geschrieben. In der Friesenmühle setzte sich ein älteres Ehepaar zu mir und sorgte für eine nette Unterhaltung. Die Bratwürste waren mit die besten der letzten Jahre und am Ende lud mich Oma Seitz ein, doch bald wiederzukommen. Kulinarisch und von der Freundlichkeit spricht sicher nichts dagegen.