Bergpoesie einer Bergpoetin

Oder ist Waldpoesie einer Waldpoetin zutreffender?

Das älteste Wirtshaus der Welt muss man sich verdienen

Tour solo, T3, 11,47 km, 372 hm, 5 1/4 h, Ausgangspunkt Eilsbrunn (R)

Und wieder ein Montag mit AKW beziehungsweise gutem Wander- und Fotowetter. Also raus nach Eilsbrunn, wo mit dem Röhrl das älteste Wirtshaus der Welt steht und auch noch Ripperlessen anbietet, aber die normale Speisekarte nicht die Gültigkeit verliert. Nur zum Ripperlessen kann jeder, außerdem hätte ich dann vier Stunden irgendwo herumlungern müssen, also habe ich wieder einmal eine kleine Runde vorgeschaltet. Ist ja im Labertal und seinen angrenzenden Hängen nicht schwierig.

Die Route kann man dem entsprechenden Plan am Ende der Galerie entnehmen, meine einzige Anmerkung dazu ist, das ich fast 80 Prozent der Strecke auf naturbelassenen Wegen unterwegs war. Angenehm. Die Querung von Eilsbrunn hinunter zum Gelben Felsen kann unangenehm sein und verlangt Trittsicherheit und auch ein bisserl Schwindelfreiheit, ich habe sie trotzdem als T3 eingestuft, vielleicht wäre auch T4 gerechtfertigt. Sie gibt aber schöne Fotomotive, aber das trifft eigentlich auf die gesamte Runde zu. Am Kletterfelsen oberhalb von Schönhofen war ein Duo unterwegs, ich habe es aus den Fotos entfernt. DSGVO und so. Am Stifterfelsen stolperte ich über einen Wall, der Blick in den Bayernatlas bestätigte mich mit einem Burgstall. Unterhalb bei der Bärenhöhle ist der Felsen mit rötlichen Flechten durchsetzt, die fast wie Erzspuren aussehen. Wieder ein Stück für mein Unterrichtsvideoprojekt im Kasten. Weniger gut ist, dass bei gewissen Lichteinfallswinkeln die Bilder ziemlich stark kontrastiert wurden, da muss ich mal was bei den Kameraeinstellungen machen. Denn auf Dauer ist mir der Qualitätsverlust beim Extrembearbeiten der Helligkeiten zu hoch. Bei über 260 Fotos ist der Zeitaufwand auch anstrengend.

Bei der wohlverdienten Einkehr beim Röhrl begnügte ich mich mit sechs auf Kraut, die bestätigten, dass das Wirtshaus nicht nur vom Alter lebt, sondern auch die passende Qualität bietet. Rundherum waren alle mit Ripperln versorgt, es heißt ja „All you can eat“, was weidlich ausgenutzt wurde. Da haben mir die beiden jungen Frauen am Tisch gegenüber ganz besonders gefallen. Jeweils eine Halbe Bier und drei mal nachliefern lassen, nix „Ich muss auf meine Figur achten“ und irgendwelche Modegetränke. Es gibt halt doch noch anständige Oberpfälzerinnen… Fotos!